DKAC Sachsen-Anhalt

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Urlaubsfluch gebrochen

Tagebuch ´15

Durch meinen kurzfristigen beruflichen Wechsel,  fiel mein gesamter Resturlaub  auf Mitte Juni. Somit ergab sich ein Zeitfenster in dem ich intensiv ein Gewässer befischen konnte das ich erst seit kurzem auf dem Plan hatte.  Die bisherigen Ansitze waren noch nicht wirklich erfolgreich doch das sollte sich jetzt ändern, die Laichzeit sollte inzwischen so gut wie durch sein und somit setzte ich auf ordentlich Futter bei die Fische.  Ich hielt 2 Spots ca. 2 Wochen unter  Futter und kontrollierte meine Stellen mit dem  Aquascope. Dienstagnachmittag war es soweit, Trolley gesattelt und los geht’s.

Die Montagen  waren schnell platziert und recht einfach gehalten. Lange Stiffrigs mit weichem Haar sollten ihren Dienst leisten und auch noch ordentlich liegen wenn wieder ein Schwarm dieser überaus großen Brassen, mit denen ich die letzten Male schon zu tun hatte, über den Futterplatz flogen.

Gegen Abend kam noch ein Kollege vorbei, der mein Boot nutzen wollte um seine Spots  zu füttern, er wollte mir in 2 Tagen, für eine Nacht Gesellschaft leisten. Wir scherzten noch, dass der erste Lauf kommt wenn er  draußen ist. Siehe da, unverhofft kommt oft, Vollrun als er mit meinem Boot auf locker 400m Entfernung steht.  Der Fisch riss ordentlich Schnur von der Mühle, trotz sehr straff eingestellter Bremse. Ronny hatte das treiben am Ufer bemerkt und steuerte das kleine Zeepter mit Vollgas in meine Richtung, am swim angekommen stieg ich dazu und wir drillten zusammen meinen ersten Urlaubsfisch.  Die Waage pendelt sich bei knapp unter  15 kg ein, schnell ein paar Fotos und  er darf wieder in sein Element. Wie es scheint ist die Laichzeit vorbei, denn der Fisch hat ein paar Verletzungen vom Liebesspiel. Wir freuen uns zusammen über meinen schnellen Erfolg und stoßen mit einem kühlen Blonden  an. Ich brachte die Falle schnell wieder auf den Platz und verteilte ca. noch ein Kilo Murmeln großflächig. Trotzdem hatte ich noch ein ungutes Gefühl, zu oft hab ich es erlebt das zu Beginn einer längeren Session im Urlaub, kurz nach dem die Ruten lagen ein Fisch ablief und danach die Bissanzeiger für den Rest des Trips schwiegen.
Ich verabschiedete Ronny und setzte mich vor die Ruten um im Sonnenuntergang noch die letzten Seiten von “Vom Wasser 2“ zu lesen. Ich habe nicht eine Seite geschafft, als die alte Emblem unter kreischen Schnur freigibt und aus dem Schirm hinter mir die ATT-Funke schreit. Wieder dieselbe Rute, ein etwas leichterer Spiegler  nimmt mir meine Bedenken und ich freue mich riesig. Zwei Fische schon bei Anbruch der ersten Nacht, doch es sollte noch dicker kommen. Ich fing fast im Stundentackt auf beiden Ruten, zwischendurch eine Brasse, die man im Drill schon fast mit einem Satzkarpfen vergleichen konnte. Das krasse war das immer wenn ich eine Brasse abgehakt hatte und die Rute wieder auf ihren Spot ruderte, diese keine 5 min später wieder ablief  allerdings mit einem gutem Schuppman. Es waren Sternstunden die ich erlebte, ich beschloss ab ca. 6.00uhr wach zu bleiben und zu frühstücken, allein mein Kaffeekochen wurde zweimal unterbrochen durch einen Dauerton. Lange Rede kurzer Sinn, ich fing innerhalb von 15 stunden 11 Karpfen wovon 2 unter 10kg wogen und alle mächtig Dampf hatten. Danach wurde es ruhiger und an den letzten beiden tagen fing ich pro Tag noch 2 Carps und ein paar Brassen. Ich war tief zufrieden, alles hatte geklappt wie am Schnürchen, ich verlor nicht einen Fisch bei  15 Läufen. Mein Kopf war leer, der Stress der letzten Wochen im alten  Job vergessen. Zwischenzeitlich war ich, wie Danny Fairbrass sagen würde, totally over the moon! Genau das war es was ich brauchte zum abspannen, positiven Stress, ich hatte nur noch ein breites Grinsen auf dem Gesicht als ich aufs Wasser guckte.

Grüße,

Grossi  vom DKAC-Sachsen-Anhalt

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