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Üllnitzer Wahnsinn

Tagebuch ´10

Endlich ist der Fluch vorrüber

Bisher zog sich das Jahr wie Kaugummi, Ronny und ich verbrachten zwar mehr Zeit am Wasser als in den Jahren zuvor, aber irgendwie hatten wir die Seuche. Wir konnten noch nicht so richtig überzeugen und wie das dann so ist, fängt man an zu zweifeln, an der Taktik, am Gewässer und nicht zuletzt an sich selbst.Vom 23. - 25.07.2010 haben wir endlich die Zeit gefunden uns mal etwas mehr als nur einen Kurzansitz zu gönnen. Wir angelten schon vom 22. zum 23.07. gemeinsam in Neugattersleben, aber leider sollte unsere Strähne weiterhin anhalten.Nach der Blanknacht in Neugattersleben beschlossen wir nach Üllnitz zu moven um es dort mit neu gemischten Karten noch einmal zu versuchen.Schnell stand das Zelt und auch das Boot war ruck zuck bereit.Nach ersten Erkundungen unseres Hot Spots begannen wir getreu dem Motto: "Futter ist Macht" reichlich zu füttern. Im Hinterkopf hatten wir dabei, dass der See einem enormen Angeldruck unterliegt und die Fische, besonders die Großen, mittlerweile sicherlich gemerkt haben, dass ein frischer Futterplatz unter Umständen auch einen Haken haben kann. Unser Gedanke war es, nur 1mal in einer größeren Menge zu füttern um dann evtl. am 2. Tag einen abgegrasten Futterplatz mit ausgewaschenen Ködern vorliegen zu haben, vor dem dann (hoffentlich) die größeren Fische ihre Scheu verlieren und auf einen Besuch vorbeischauen.Zum späten Nachmittag waren dann auch die Ruten punktgenau per Boot abgelegt und mit ein paar besonderen Leckerbissen versehen.




Unser Plan schien aufzugehen, schon am frühen Abend verzeichneten wir reichlich Aktion auf dem Futterplatz. Deutlich konnten wir kleinere Weißfische erkennen  und ab und an verirrte sich auch mal ein Brassen an den Hakenköder, diese waren aber zum Glück nicht groß genug um unseren Schneemännern und Monsterboilies wirklich gefährlich zu werden. Nur die Karpfen schienen noch zu fehlen.Wir gaben  ihnen noch etwas Zeit und setzten auf die kühlen Nachtstunden....



Auch in der Nacht hatten wir unentwegt Aktionen an den Ruten, aber keine davon war als richtiger Biss zu bezeichnen.
Am Morgen kam dann Marc zu besuch um zu schauen wie es läuft. Etwa gegen 9 Uhr, wir waren grad am Plaudern, lief dann meine Rute in einem Vollrun ab. Ich schlug an und spürte sofort, dass es sich um einen guten Fisch handeln musste. Nur etwa 30  Sekunden später lief dann Ronnys Rute ab und ich dachte erst, dass sich mein Fisch in seiner Schnur verfangen hatte... falsch gedacht, auch Ronny konnte einen guten Fisch haken. Absoluter Hammer Karpfendoppeldrill. Als wäre das nicht genug gewesen,  meldete sich nun auch noch eine dritte Rute, jetzt musste sich einfach ein Fisch in der Schnur verfangen haben. Marc Schlug an und konnte es kaum fassen, als er uns Gegenwehr meldete. Leider war der 3. Fisch nur ein Brassen, den er schnell landen und  releasen konnte.
Marc und ich gingen ins Boot um meinem Fisch entgegenzufahren. Ronny kam deutlich besser zurecht und konnte seinen Fisch kurz nachdem wir in See stachen landen. Ein Spiegelkarpfen von 83cm und 26 Pfund! Während dessen waren Marc und ich mit dem Boot  direkt über den Fisch gekommen, aber aufgeben wollte der noch lange nicht. Es dauerte noch eine ganze Weile und jede menge Nerven, bis auch mein Fisch durch Marc sicher gekeschert werden konnte. Ebenfalls ein Spiegelkarpfen von 26 Pfund, aber bei 92cm.
Was für ein Erlebnis, mittlerweile waren auch alle anderen am Wasser befindlichen Angler herbeigekommen um sich das Schauspiel anzusehen.
Wir haben noch eine ganze Weile gebraucht um überhaupt realisieren zu können was grade geschehen war...



Schon jetzt war diese Session mehr als wir uns erhofft hatten. Der Bann war gebrochen und wir wurden entsprechend ruhiger.Wir bekamen jeder noch den einen oder  anderen Biss, aber leider konnten wir die Fische nicht haken. Erst am Morgen des letzten Tages hatte ich noch einmal das Glück einen Fisch ans Band zu bekommen.Nach einem recht kurzen Drill vom Boot aus konnten wir auch diesen Fisch erfolgreich keschern.  Diesmal war es ein Schuppenkarpfen von 18 Pfund.Wir hofften noch eine Stunde auf einen weiteren morgendlichen Biss, doch der blieb leider aus.Überglücklich, endlich wieder erfolgreich gewesen zu sein, ging es dann ab nach Hause.


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