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Stefan und Ronny in Üllnitz

Tagebuch ´11

Nach einer langen Sommerpause mit reichlich Urlaub konnte ich es kaum abwarten am 12.08. endlich mal wieder eine Nacht am Fischwasser zu verbringen.

Ronny kam kurz entschlossen mit und so verbrachten wir mal wieder eine gemeinsame Sitzung.Ich experimentiere seit einiger Zeit mit ein paar neuen Boilievarianten rum und habe die Session gleich als testangeln genutzt. Ich ummantele selbstgerollte, süße  Boilies mit einer Zuckerglasur um sie auf der einen Seite zu versiegeln und auf der anderen Seite attraktiver zu machen.

Wie üblich bekamen wir am Abend keinen Biss mehr, mittlerweile können wir die heiße Phase fast auf eine Stunde beschränken. Etwa 80 Prozent aller Fische beißen gegen 6 Uhr morgens, der Rest der Zeit ist Camping, es verirrt sich zwar mal  ein Fisch an den Platz, aber das sind dann nur Ausnahmen.

Am nächsten Morgen, pünktlich um 6 Uhr bekam ich dann auch wie erwartet einen Biss und zwar gleich einen richtigen Vollrun, der den Namen auch verdient hatte. Da ich kein Boot, sondern nur das Futterboot dabei hatte, wurde die Landung des Fisches ziemlich  kompliziert, da der Karpfen einfach um die Schilfecke auf meiner eigenen Seite zog und sich festsetze. Nachdem ich meinem Widersacher dann aber freie Leine gab und abwartete löste er sich wieder und ich konnte ihn dann vor meiner Schilfschneise im Freiwasser ausdrillen. Ein herrlicher Schuppenkarpfen mit 27 Pfund landete im Kescher und wurde für eine kurzen Fotosession zum Landgang überredet.

Der Schuppi biss übrigens auf meine neuen Boilies, den "CC Testpilot 1". *g* Die anderen Köder blieben bis dahin unberührt...

Nur wenig später konnte ich dann einen zweiten Fisch haken, wieder auf meine neuen Kügelchen, er ließ sich recht leicht zu mir herankurbeln, so dass ich dachte, es würde sich um einen der zahlreichen halbstarken Spielger handeln. Ich wurde dann  aber sehr überrascht, als ich den Fisch zum ersten Mal sah, ein riesiger Spiegler, definitiv im Bereich des PB. Als der Fisch mich und das Licht meiner Kopflampe entdeckte drehte er dann auf und kämpfte gut fünf Minuten unter der Rutenspitze, als der Fisch Flanke zeigte und ich ihn bereit wähnte wollte ich ihn über den Kescher ziehen und genau dann geschah das schlimmste was passieren konnte, der Fisch schlitzte unmittelbar vor dem Kescher aus und verschwand langsam und gemächlich wie ein U-Boot im Schein meiner Lampe wieder in der Tiefe. Danach war für mich Schweigen angesagt. Angesichts der Tatsache, dass ich eben einen Fisch von gut 35 Pfund verloren hatte konnte ich einfach nicht mehr sprechen....

Im Verlauf des Vormittags bekam ich dann noch einen Biss, diesmal etwas Abseits zwischen zwei Stegen. Ein schöner Platz, direkt vor der Schilfkante mit festem Kiesgrund. Der Fisch biss auf einen anderen Testköder, jedoch einen Ready auf den wir vor Kurzem aufmerksam geworden waren. Leider saß der Fisch schon kurz nach dem Anheb fest, er musste bei seiner Flucht unter dem Steg durchgeschwommen sein und die Schnur an den Stegbeinen fixiert haben - Abriss - schade.

Alles in allem aber trotzdem eine schöne Session, konnten wir doch ohne zu füttern drei Fische haken, ärgerlich ist für mich nur die schlechte Verwertung. Naja, bleibt ein PB bei den Schuppenkarpfen, denn da lag mein bisheriger PB lediglich bei  24 Pfund.

Hier noch etwas anderes:
Wir wurden angesprochen, die Veröffentlichung unserer Angelstellen und Methoden sofort einzustellen, da man, wie uns gesagt wurde, an dem Gewässer seine Ruhe haben wolle.

Mein Statement:
Der Jägerschacht in Üllnitz ist ein DAV-Gewässer und steht somit allen Anglern zur Verfügung, die Mitglied im DAV sind. Manchmal scheint es mir, als würde die mangelhafte Gewässerpflege und das Unvermögen geeignete Angelplätze anzulegen, eine einfache zu Methode sein, um sich andere Angler vom Hals zu halten. Ich verurteile diese Vereinspolitik scharf!

Zwar kann ich verstehen, dass jemand mit der Veröffentlichung von Details ein Problem hat, aber wie so oft im Leben spielt der Ton die Musik. Hätte man uns höflich gebeten etwas diskreter zu sein, dann wäre ich ganz sicher darauf eingegangen. Versucht man mich aber im scharfen Ton zu nötigen, dann wird es schwierig. Meine Herren, willkommen im 21. Jahrhundert...

Stefan Kunze

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