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Juniwoche Part 1

Tagebuch ´11

Anfang Juni habe ich bei wirklich extremsten Wetterbedingungen mal eine ganze Woche geangelt. Ich habe mich die ersten beiden Nächte an die Jakobsgrube in Groß Börnecke und die letzten drei Nächte an den Jägerschacht in Üllnitz gesetzt.

Hier jetzt der 1. Teil meines Berichtes.

Die Wettervorhersage für die Angelwoche hätte bescheidener nicht sein können, die erste Hälfte der Woche  war mit über 30 °C vorhergesagt und die zweite Hälfte mit Sturm und Gewittern.
Als ich am Dienstag am Wasser ankam war mir eigentlich schon klar, dass bis auf Sonnenbaden nicht viel los sein würde.

Ich legte also erst die Montagen an einem, zu einer ehemaligen Obstplantage gehörendem, Zaun ab und danach mich auf das Bedchair. Im Hintergrund waren die Sportfreunde vom Verein Staßfurt Süd in Gange und betrieben vorbildliche Gewässerpflege, die ich hier mal ausdrücklich loben möchte.

Als der Abend einbrach und sich die Luft abkühlte bekam ich dann doch noch einen unerwarteten Biss, der mich ziemlich kalt und unvorbereitet erwischt hat. In Badehose watete ich dem Fisch bis ins hüfttiefe Wasser entgegen und konnte ihn dort auch sicher landen. An Land stellte sich dann heraus, dass es sich dabei um einen 26 Pfündigen Spiegelkarpfen handelte, also ein für dieses Gewässer nach meiner Einschätzung wirklich guter Fisch. Die Angler vom Staßfurter Verein halfen mir dann beim Fotografieren und so konnte der Fisch schnell wieder in sein kühles Element entlassen werden.

Am späten Abend bekam ich dann auf die selbe Rute wieder einen Biss und konnte nach schwierigem Drill durch die dichten und weitreichenden Krautbänke einen 8 Pfund Spiegelkarpfen landen. Ich setzte den Fisch in den Karpfensack um an Land alles für die Fotosession vorzubereiten und diese Chance nutzte der kleine Schuppi dreist aus und zwängte sich durch die halbherzig verschlossene Öffnung des Sacks - das passiert mir sicher nicht noch einmal...

Durch die ganze Nach hindurch bekam ich dann insgesamt 8(!) Bisse, für mich unvorstellbar bei den wahnsinnigen Temperaturen, denn selbst in der Nacht waren es noch über 20° C. Leider gingen auch alle anderen sechs Fische im Kraut verloren, ein Umstand, der mich fast wahnsinnig machte. Ich hatte am Ende schon Angst vor dem nächsten Biss.
Schuld daran ist der geschlossene Krautteppich, der sich seit der Reduzierung der Jakobsgrube in den entstehenden Flachwasserzonen ausbreitet. Das Bootfahrverbot, das man eben wegen dieser problematik meiner Meinung nach überdenken sollte tut sein übriges. Durch den vielen Bewuchs in Kombination mit dem flachen Wasser ist ein beangeln der kompletten Südseite des Gewässers unmöglich geworden. Selbst herkömmliches Angeln wird aussichtslos, da die Grube in Südseite sehr flach abfällt und man nach etwa 30 Metern waten immer noch nur 50cm wassertiefe hat, die dann wie gesagt durchgehend verkrautet ist. Schade drum....

Aber ich will mich nicht beschweren, schließlich konnte ich zwei Karpfen fangen wovon einer ein wirklich guter war und sechs weitere Bisse verzeichnen.

Mittwoch Abend wechselte das Wetter dann in ein anderes Extrem, Sturm war angesagt. Die Luft kühlte sich um fast 20° C ab, es begann zu regnen und der wWind peitschte Wellen bis fast an mein Zelt. Bisse oder sonstige Fischaktionen blieben fortan aus.
Donnerstag packte ich meine Ausrüstung dann im strömenden Regen zusammen und fuhr erst mal für eine heiße Dusche nach Hause. Nachmittags war ich ja schon wieder mit Ronny in Üllnitz verabredet.

Was dort geschah, könnt ihr im Teil zwei lesen......

Stefan

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