DKAC Sachsen-Anhalt

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü

Der Untergang

Tagebuch ´12

Freitag der 13.

Ich habe mich mal wieder für einen Kurzansitz an meinem Spot entschieden. Die Wetterprognose war zwar eher bescheiden, aber zumindest der Abend sollte trocken sein, sodass ich aufbauen konnte ohne nass zu werden.

Da ich zur Zeit in der Umstrukturierung stecke und mir ein neues Boot kaufen möchte, habe ich mir für den Übergang ein 1,5m Boot für 12 € gekauft. Zwei Kammern versprachen ausreichend Sicherheit. *fg*
Leider ging bei meiner letzten Tour schon die äußere Kammer kaputt und mir stand ausgerechnet für Freitag den 13. nur noch eine Kammer zur Verfügung.
Hilft alles nichts, die Montagen mussten raus und so fuhr ich mit einem Freibord von nur 3 oder 4 Zentimetern auf den See. Die erste Montage war kein Problem, doch als ich zur zweiten Tour ablegte bemerkte ich, dass nun auch die innere Kammer an der Naht aufzugehen drohte. Das kleine, dort entstehende Loche konnte ich aber noch mit dem Daumen abdrücken. Ich kam grad am Futterplatz vor der Schilfbank an, da passierte es, das kleine Loch unter meinem Daumen geriet außer Kontrolle und es entstand ein 15 Zentimeter langer Riss. Es dauerte nur wenige Sekunden, da war die Luft sprichwörtlich raus. Wie in einem Zeichentrickfilm verwandelte sich das Schlauchboot unter mir in ein kleinen Knäul aus Gummi und ich sank unweigerlich...

Die Montage hatte ich zum Glück noch immer in der Hand, sodass ich zumindest noch vernünftig ablegen konnte bevor ich mich dann schwimmend auf den Rückweg begab.

Wie das so ist wenn man nur mal schnell über Nacht raus will hatte ich natürlich keine Wechselklamotten dabei. Den Abend verbrachte ich dann also nackt unter dem Brolly in Erwartung des nächsten Highlights, einem Nacktdrill.

Zumindest meine Boxershorts konnte ich einigermaßen trocknen um dann mit einem kleinen Maß an Restwürde meinen Bruder zu Besuch zu empfangen. Wir saßen rum und quasselten als dann etwa gegen halb zehn ein heftiger Biss die abendliche Ruhe störte. Ich vermutete zunächst wieder einen der kleineren Karpfen, da ich mein Gegenüber ohne nennenswerte Gegenwehr zum Angelplatz dirigieren konnte. Dort angekommen entfaltete er dann aber sämtliche Kraftreserven und beim ersten Anblick entpuppte sich der vermeintlich kleine Fisch als stattlicher Spiegler. - Im Übrigen war ich noch immer nur mit Boxershort bekleidet.
Nach mehreren Fluchten und einigem hin und her konnte mein Bruder, aka Kescherfred, den Fisch sicher landen.
Ein Spiegler mit 90 Zentimetern und 27 Pfund.

Der Rest des Abends verlief ereignislos bis auf den gegen Mitternacht einsetzenden Regen der bis in den Morgen anhielt.

Ronny kam dann zum Frühstück und fotografierte den Fisch bevor er seinerseits zum Angeln fuhr.

Wieder einer dieser unvergesslichen Angeltage....

Stefan

Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü